From Petrostate Collapse to a Battleground of Global Politics: Understanding Venezuela's Prolonged Crisis through the Lens of Power Politics and International Norms

Als Reaktion auf die Ereignisse vom 06.01.2026 veranstaltete die BSH HSG Jena am 28.01.2026 eine Gastvorlesung zu Venezuelas aktueller geopolitischer Situation. Die Referentin der Veranstaltung war die Südamerika Expertin und Doktorandin am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen an der FSU Jena Xueru Zhang, welche dem Vortrag die Ergebnisse ihrer Masterarbeit und ihre umfangreiche praktische Erfahrung in Südamerika zugrunde legte. Insgesamt nahmen 21 Personen Hybrid an der Veranstaltung Teil.

Xueru leitete den Vortrag mit ihrer persönlichen Reaktion auf die ersten Meldungen der amerikanischen Militäraktion ein. Danach sprach sie über ihren bisherigen Werdegang und ihre im Rahmen von mehreren Praktika, Wissenschaftlichen Mitarbeitstätigkeiten, Übersetzertätigkeiten und vielen anderen Beruflichen und Bildungsbezogenen Erfahrungen mit und in Südamerika und leitete so die Bedingungen und Forschungsgrundlagen ein auf deren Basis sie ihre Masterarbeit schrieb und schließlich ihre Promotion begann. 

Darauf folgend vertiefte sie ihre Ausführungen über die historische venezolanische Außen- und Innenpolitik durch eine umfassende Analyse der Amtsperioden einiger venezolanischer Regierungsschefs, unter denen Maduro und sein Vorgänger Hugo Chávez, sowie die dubiosen Umstände der Präsidentschaftswahl des ersteren, eine besonders hervorgehobene Rolle einnahmen. Zudem erläuterte sie die Rolle von Erdöl in der venezolanischen Politik. 

Im Anschluss sprach sie über die wechselnden Beziehungen Venezuelas zu den Vereinigten Staaten, Russland und China, die im laufe der letzten Jahrzehnte ein ständiges Wechselspiel durchliefen. Besonders Venezuelas Potential als russischer oder chinesischer Brückenkopf auf dem Südamerikanischen Kontinent zu dienen stand hier im Fokus. Auch diskutierte Xueru Zhang die Auswirkungen der amerikanischen Militäraktion auf die Glaubwürdigkeit Russlands als selbst-inszenierte 'Beschützer der Dritten Welt'. 

Nach dem Ende ihres Vortrags stand sie den Anwesenden noch etwa eine Drittelstunde für Fragen zur Verfügung und schloss die Veranstaltung schließlich mit einem treffenden Schlusswort.